Unser Verfahren 2019-04-25T10:30:51+00:00

Unser Verfahren ist nicht begrenzt auf ein spezielles UAV. Es kann sowohl ein Kopter (Drehflügler) als auch ein Flugzeug (Flächenflügler) eingesetzt werden. Das einzige, was benötigt wird, ist eine Wärmebildkamera, die zusätzlich zu den Bildern auch die GPS-Positionen und die Lage der Kamera abspeichert. Die Bilder sollten im Sekundentakt im Raw-Format abgespeichert werden.

Das Streamen des Livebildes auf einen Monitor oder eine Videobrille ist nicht erforderlich, allerdings ist es hilfreich für den Piloten.

Besonderheiten des Verfahrens

  • Flächenleistung: 20 ha pro Stunde

  • sogar bei Mittagshitze einsetzbar.

  • nur eine Person benötigt

  • Trefferquote: 100%, Kitze übersehen: 0% *

* (bei bedecktem Himmel ganztags, oder morgens bis 9 Uhr bei Sonnenschein)

Wie funktionierts?

Flugplanung

Bei der Flugplanung steht die Minimierung der Flugzeit im Vordergrund, aber unter der Voraussetzung, dass eine vollständige Abdeckung der Fläche mit der Kamera gewährleistet wird.

Eine Randbedingung ist die Bewuchshöhe.

Sie bestimmt wie weit die Flugbahnen des UAVs auseinander liegen dürfen. Denn je höher der Bewuchs um so geringer ist der Winkel unter dem man von oben in die Wiese hineinschauen kann.

Bei einer Bewuchshöhe von einem Meter liegt der maximale Winkel bei ca. 17° zum Lot. Das bedeutet dass ein Kameraobjektiv mit mehr als 34° FOV (engl. Field of View, Blickwinkel) keinen Mehrwert bringt.

Ein manueller Flug – also ohne vorherige Wegpunktplanung – ist nicht zu empfehlen, da man selbst als geübter Pilot schnell die Orientierung verliert. Dadurch werden häufig manche Bereiche doppelt und andere Bereiche gar nicht erfasst.

Manueller Flug: Wenn die Flugplanung mal nicht verfügbar ist, kann der Flugpfad trotz größter Mühe so aussehen. Geplanter Flugpfad: grau gestrichelt, tatsächlicher Flugpfad: lila Punkte.

Mit Flugplanung fliegt das UAV effizient exakte Bahnen ab.

Fliegen

Die meisten Fluggeräte-Hersteller stellen ihre eigene Flugsoftware bereit, mit der automatisiert Flächen abgeflogen werden können. Bei hügeliger Landschaft ist ein Terrain-Following Modus, den manche UAVs bieten, sehr hilfreich. Er gewährleistet, dass die Kamera stets den gleichen Abstand zum Boden hat und somit immer der gleiche Bildüberlapp herrscht.

Bei unserem Verfahren wird nur eine Person benötigt. Da der Pilot während dem Flug das Fluggerät im Auge behalten muss, um im Notfall eingreifen zu können, muss bei unserem Verfahren während dem Flug auch nichts weiter gemacht werden. Das ist deutlich entspannter für den Piloten, als bei den meisten anderen Verfahren.

Die nach unten gerichtete Thermalkamera nimmt während dem Überflug im Sekundentakt Bilder auf und speichert sie zusammen mit den Positions- und Lagedaten zum Zeitpunkt der Aufnahme auf eine SD-Karte ab.

Auswertung

Für die Auswertung gibt es eine eigene Open Source Software, die einerseits durch spezielle Bildverarbeitungsalgorithmen die Bildqualität verbessert und andererseits die Bilder verorten kann und ein Geotagging der Fundstellen ermöglicht.

Die getaggten Fundstellen können auf ein GPS-Gerät übertragen werden, mit dessen Hilfe man die Tiere in der Wiese leichter findet.

Geocaching

Nachdem die GPS-Positionen der Kitze nach der Auswertung bekannt sind, gibt es zwei Möglichkeiten, eine Person dort hin zu geleiten.

Entweder man überträgt die GPS-Positionen per Kabel auf ein Outdoor-GPS-Handgerät. Gegenüber Smartphones haben sie eine deutlich bessere GPS-Antenne, was die Positioniergenauigkeit stark beeinflusst.

Alternativ kann man die Fundstellen in die Cloud hochladen und dann per Wildretter-App auf dem Smartphone wieder herunter holen. Da heutzutage fast jeder ein Smartphone hat, kann das Kitze heraustragen auf viele Personen aufgeteilt werden.

Kitze in Sicherheit bringen

Das einfachste ist es, die Kitze aus der Wiese herauszutragen. Keine Sorge, die Mama findet es auf jeden Fall wieder, denn die steht schon die ganze Zeit in ihrem Versteck bereit und beobachtet das Geschehen. Außerdem kommuniziert die Geiß mit ihrem Kitz über Fiep-Laute. Das Gerücht, dass man das Kitz nicht anfassen darf, da die Mutter es sonst nicht mehr annimmt, wurde bereits in den siebziger Jahren wissenschaftlich wiederlegt. Aber trotzdem wird es immer wieder behauptet. Also: Keine Sorge, selbst wenn man das Kitz mit der bloßen Hand anfasst: Die Mutter nimmt es sicher wieder an! Wir nehmen aber trotzdem Grasbüschel dazwischen, damit das Kitz seinen natürlichen Schutz – die Geruchlosigkeit – behält. Da es nämlich keinen eigenen Geruch hat, wird es von Füchsen nicht so leicht gewittert.

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